Mein Lesemonat April – voll im Lesefieber

Heute kannst du meinen Lesemonat April verfolgen. Mit 7 Büchern und 2833 Seiten war ich wirklich fleißig. Ich wünsche dir viel Freude beim Durchstöbern!

Am kürzesten auf dem SuB und direkt verschlungen

Durch die fantastische Lesung auf der Buchmesse, konnte ich nicht warten und habe mich direkt in den Roman “Verdammt wütend” von der norwegischen Autorin Linn Stømsborg gestürzt. Dieser ist 2024 im Dumont Verlag erschienen und umfasst 223 Seiten.

Die 43-Jährige Britt ist Mutter und Ehefrau. Seit Jahren unterdrückt sie all die Wut, die sie in sich hat. Bei einem gemeinsamen Urlaub mit ihrer Familie und Freunden platzt der angestaute Frust aus ihr heraus. Sie beleidigt alle und verschwindet. Bald muss sie eine Entscheidung treffen, die über ihr weiteres Leben bestimmt. 

Der Roman befasst sich kritisch mit den gesellschaftlichen Normen an die Frau. Zudem zeigt er die gegensätzlichen Gedanken von Britt und ihrem Ehemann auf und befasst sich mit Entscheidungen, die jeder durch seinen freien Willen treffen kann. Besonders das Thema Unterdrückte Wut fand ich besonders interessant. Meiner Meinung nach ein wichtiges Werk, welches Rollenklischees hinterfragt. Ich werde definitiv mehr von der Autorin lesen.

Aus Versehen auf der falschen Beerdigung 

Den Roman “Das schwarze Kleid” von Deborah Moggach habe ich durch die BookTuberin “expectobooktronum” entdeckt. Wenn ihr abwechslungsreiche Buchtipps anschauen wollt, kann ich euch ihren Kanal empfehlen. 

Prudence Kinder sind schon längst ausgezogen und auch ihr Mann verlässt sie. Nun wohnt sie allein in ihrem ehemals gemeinsamen Haus. Seitdem ist sie auf der Suche, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Dabei landet sie versehentlich auf der falschen Beerdigung. Als sie sich als frühere Freundin der Verstorbenen ausgibt, wird sie zum Leichenschmaus eingeladen. Einmal auf den Geschmack gekommen, besorgt sie sich ein elegantes Schwarzes Kleid und besucht regelmäßig Beerdigungen. Eins kommt zum Anderen und ihr Leben bekommt völlig neue und überraschende Einflüsse. 

Die absurde Grundsituation hat mich direkt begeistert. Ich habe noch nie von einem Buch gehört, was in eine ähnliche Richtung geht. Am Anfang plätschert die Handlung angenehm unaufgeregt dahin, um am Ende umso mehr zu überraschen. Prudence als Hauptfigur zu begleiten hat mir gefallen. Sie wurde ausführlich beschrieben und ihr Charakter durch viele kleine Situationen und Gedankenabrisse fein herausgearbeitet. Der Schreibstil war facettenreich. Es gab traurige Abschnitte, aber auch unheimlich witzige. Dazu kam eine Prise schwarzer Humor und ernste Themen. Dieses Buch könnte denjenigen gefallen, die nach etwas ganz anderem suchen. Mich hat es gut unterhalten.

Weiter geht’s mit Fantasy

Nachdem ich “Nebelwind” von Marlen May gelesen habe, musste Band zwei “Nebelmacht” nicht mehr lange auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) warten. Der Nachfolgeband hat 432 Seiten. Die Autorin hat die Trilogie 2020 über Books on Demand selbst veröffentlicht. 

Die Handlung schließt unmittelbar an den Cliffhanger vom ersten Teil an. Alyssa, die sich zunächst in der Menschenwelt befindet, wartet darauf, endlich wieder nach Bakeá zu dürfen. Ständig bittet sie Kilian, sie wieder zurückzubringen, doch dieser erweist sich als stur. Er wartet auf ein Zeichen von Robin. Erst dann dürfen Beide wieder in die Anderswelt.  

Ich fand es schön, dass die Welt und die Figuren am Anfang nochmal kurz beschrieben wurden, um den Leser wieder in Bakeá eintauchen zu lassen. Trotz dessen fand ich die Handlung zu Beginn eher zäh, ab der Hälfte hat sich dies zum Glück geändert. Gerade das Ende konnte mich sehr begeistern. Es werden neue Figuren vor, die ich sehr interessant fand. Besonders die Rabenflüsterin ist mir im Gedächtnis geblieben. Dabei hätte ich mich gefreut, wenn sie eine größere Rolle bekommen hätte. Das hätte der Handlung bestimmt gut getan.

Eines meiner Fantasy-Highlights

Ja, ich bin sehr spät dran und fast jeder hat Rebecca Yarros “Fourth Wing” bereits gelesen. Doch endlich kann ich dieses Buch zu meinen gelesenen zählen. Vielleicht lag es an der Seitenzahl von 765, dass ich so lange auf mich warten lassen habe. Lass dich bitte nicht davon abschrecken. So viel kann ich vorwegnehmen: Es lohnt sich wirklich!

Seit ihrer Kindheit wird Violett Sorengail darauf vorbereitet, in den Schreiberquadranten aufgenommen zu werden. Kurz bevor dies der Fall ist, entscheidet sich ihre Mutter jedoch anders und schickt sie zu den Drachenreitern. Sie muss sich damit abfinden und versucht, die harte Ausbildung mit vielen Prüfungen zu überleben, denn bei weitem überleben nicht alle. 

Was soll ich sagen? Ich war von Seite eins an gefesselt. Sofort war ich in die Welt eingetaucht und konnte mit Violett mitfiebern. Sie hat mich mit ihrer Intelligenz und ihrem Mut begeistert. Gefundene Freunde, ihre Familie und einige Gegner spielen wiederkehrende Rollen und werden markant umschrieben. Rebecca Yarros hat es geschafft, den Spannungsbogen über das gesamte Buch konstant zu halten. Immer wieder hat sie kleine Plot Twists eingebaut, um das Erzähltempo zu halten. Das Drachenreiten und die Kämpfe werden ausführlich beschrieben. Und außerdem: Am Ende befindet sich ein schlimmer Cliffhanger. Es ist also besser, Band zwei recht schnell zur Hand zu haben. Ich möchte definitiv bald wissen, wie es weitergeht. “Iron Flame” steht auf meiner Wunschliste für meinen Geburtstag, also drück’ mir die Daumen, dass es zu meinen Geschenken zählt. 

Eine Hommage an die Liebe zum Lesen

Die Buchhändlerin unseres Vertrauens hat uns beim letzten Besuch einen Ausschnitt aus dem Buch, welches sie liest, vorgetragen. Es hieß “Seite an Seite” und wurde von Daniel Gray geschrieben. Felix hat es mir direkt gekauft und ich konnte nicht anders, als direkt dazu zu greifen. 

Enthalten sind 49 Gedankenabrisse des Autoren rund um das Lesen und alles was dazu gehört. 

Allein das Cover hat mich absolut überzeugt, ich liebe die enthaltenen Farben und den Zeichenstil. Der Klappentext verrät ebenso weder zu viel noch zu wenig. Ich habe ein Essay nach dem anderen gelesen und es sehr genossen. Durch viele Situationen, die ich als leidenschaftliche Leserin kenne, habe ich mich mit dem Autor verbunden gefühlt, sehr sehr oft gelächelt und mich hin und wieder ertappt gefühlt. Liebevoll baut Daniel Gray eigene Erinnerungen ein, die einen kleinen Einblick in sein Leben geben. Ich mochte es sehr und habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Eine Liebeserklärung an alle Leser. Schau dir das Buch auf jeden Fall mal an.

Eine Villa und ihre Geheimnisse

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass “Das Schmetterlingszimmer” schon seit 2023 auf meinem SuB liegt. Da ich bereits mehrere Bücher von Lucinda Riley gelesen habe und die Autorin sehr schätze, waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Zudem passt das Cover meiner Meinung nach perfekt in den Frühling. 

Posy Montague lebt allein im Admiral House, welches sie nach vielen Jahren verkaufen möchte. Mit ihren Enkelkindern und dem Rest ihrer Familie ist ihr Leben dennoch gut ausgefüllt. Plötzlich taucht nach 50 Jahren ihre ehemals große Liebe Freddie auf. Sein Verschwinden hat sie damals sehr beschäftigt. Einige gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und Posy muss einen Weg finden, damit umzugehen.

Der historische Roman beginnt etwas zäh, aber es lohnt sich, weiterzulesen. Posy ist eine warmherzige und kluge Person, die hinter die Fassade der Menschen in ihrer Umgebung blickt. Sie trifft ihre Entscheidungen mit bedacht und handelt weise. Ich fand sie unglaublich inspirierend und mochte sie ab Seite 1. Es war mir eine Freude, ihre Familiengeschichte nach und nach aufzurollen. Einige Wendungen haben mich überrascht, andere weniger. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven blickt man in die Gedanken mehrerer Personen, was die Figuren lebendiger wirken lässt. Das Admiral House und der angrenzende Garten werden detailliert beschrieben, sodass man sich leicht darin wiederfindet. Die Villa hat einen ganz besonderen Charme, den Lucinda Riley wunderbar hervorbringt. Sie hat mich auch mit diesem Buch nicht enttäsuscht.

Buchmesse-Neuzugang

Auf der Buchmesse hat mich die Leipziger Autorin Thea Wilk angesprochen, nachdem ich eines ihrer Werke in der Hand hielt. Sie zeigte mir alle ihre bisher veröffentlichten Titel und berichtete kurz von sich. Ich fand die Begegnung als etwas ganz besonderes und habe mich für ihre Stalker-Dilogie “Joey und Romy” entschieden. Der Reihenauftakt heißt Joey.Du bist mein.” Die Gestaltung ist durchdacht und passt perfekt zur Geschichte. Auffallend waren die Prägung auf dem Cover und viele Goodies, die enthalten waren. 

In einer Jugendherberge versucht Joey das zu finden, wonach sie sucht. Zeitgleich verspricht Enno seiner Partnerin Romy einen Wellnessurlaub an der See. Romy verspricht sich viel davon, denn die Beziehung läuft schon längere Zeit nicht mehr so, wie sie sollte. Doch es kommt anders als gedacht und sie landen in der gleichen Jugendherberge wie Joey. 

Der Plot kam überraschend und die Spannung zog sich durch das ganze Buch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Zu den Protagonisten hingegen konnte ich keinen Draht aufbauen, was ich bei einem Thriller nicht immer schlimm finde. Das Thema Stalking fand ich interessant und wurde gut beleuchtet. Besonders gruselig war, auf den schwarzen Seiten in die Gedanken des Täters gezogen zu werden. Dadurch wirkte die Story extrem real. Die Ortswechsel folgten meiner Meinung nach etwas zu zügig, manchmal hatte ich Schwierigkeiten zu folgen. Hier hätte ich mir genauere Beschreibungen gewünscht, sodass man sich die Schauplätze besser vorstellen kann und weiß, wo sich die Handlung abspielt. Dennoch ein fesselnder und lesenswerter Thriller.

Das war’s erstmal von mir. Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. 

Kennst du eins meiner vorgestellten Bücher bereits? Berichte mir davon gern in den Kommentaren. 

Hab eine gute Zeit und mit spannender Leselektüre.

Bis Bald.

Cynthia 


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